oder der Versuch, sich politisch korrekt zu verhalten

 MÖCHTE ICH MIR DOCH MEINE – WAS WEISS ICH, OB MIT POLITISCH KORREKTEM STOFF BEZOGENE BETTDECKE ODER NICHT –  GLEICH WIEDER ÜBER DEN KOPF STÜLPEN UND IN SPHÄREN DES REINEN GEWISSENS ABTAUCHEN.

 

 

Britta Habuch schreibt zu Tranndy Woman:

Ausgangspunkt der Inszenierung ist die Frage nach der Einschätzung unseres Handelns und Denkens im Hinblick auf die Beurteilung anderer. Ist es überhaupt möglich, sich politisch korrekt zu verhalten, alle Meinungen und Vorurteile abzulegen und die Welt wertfrei zu betrachten?

Heißt es jetzt Menschen mit Behinderung, mit Handicap, mit Beeinträchtigung, oder eventuell doch wieder Behinderte? Finde ich am Ende keine korrekte Ausdrucksform und lasse es sein, über diese Menschen zu sprechen, damit ich nichts falsch mache?

Wie schaffen wir es bei all dem politisch korrekten Verhalten, authentisch zu bleiben?

Geht es uns um politisch korrektes Verhalten oder doch nur um den Schutz unserer eigenen kleinen Welt, wenn wir über andere urteilen?

Die Arroganz, mit der wir bisweilen auf andere Menschen schauen, aber auch der Anspruch an sich selbst, niemandem Unrecht zu tun, wird beleuchtet. Ist das ein Verhalten, was uns als Frau heutzutage trendy macht? Liegt darin ein nicht beabsichtigter Chauvinismus?

Unter anderem wird der von uns als Dialog dramatisierte Monolog „Teekanne“ von Ingrid Lausund inszeniert. Das Stück beschreibt eine vermeintlich liberale, weltoffene Frau mit all ihren Zweifeln, Vorurteilen und bürgerlichen Sichtweisen im Umgang mit ihrer türkischen Putzfrau („… ich meine Haushaltshilfe, die unter anderem auch putzt …“ aus: „Teekanne“ von Ingrid Lausund). Ein herrlich lebendiger, witziger, intelligenter Text, in dem das Publikum sich an vielen Stellen wiedererkennen kann.

Wir werden einen von einer Frau geführten Tischlereibetrieb im Hinterhof der Liebigstraße bespielen. Wechselwirkungen unseres Themas mit dem bespielten Ort werden entstehen. Ob im Eingangsbereich, im Werkstattraum, dem Ausstellungsraum … das Publikum wird mit uns auf dem Weg sein.

Als Stücke-Entwicklerin begebe ich mich mit meinem Team auf die Suche nach theatralen, performativen und musikalischen Ausdrucksformen an einen Ort, den es – genau wie das Thema – zu entdecken gilt.

Es werden choreografierte, musizierte und gespielte Sequenzen mit einem ganz persönlichen Blick rund um dieses Thema entstehen. Je nachdem, aus welcher Perspektive wir unseren Blick auf einen Vorgang richten, entfalten sich eine Fülle an Wahrheiten und Interpretationsmöglichkeiten.

 

Das Ensemble

Britta Habuch: Organisation, Stückentwicklung, Regie, Schauspiel, Tanz
Katrin Langewellpott: Cello, Organisation, Impulsgeberin, Klang
Birgit Schopohl: Choreografie, Tanz, Impulsgeberin
Gudula Thiemann: Schauspiel, Comedy, Impulsgeberin

und als Trendy Women:
Gabi Gessler
Margot Schweer
Silvia Stäblein
Astrid Langer

Licht und Ton
Gabi Pörschke
Dorothee Spata

Ort
Tischlerei Katrin Prinzler
Klosterstraße 27
49074 Osnabrück

Infos unter
http://www.britta-habuch.de/trendy-woman/

 

 

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