L’hiver sous la table

Ein Theaterstück von Roland Topor
Deutsch von Marietta Piekenbrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die liebenswerte, bescheidene Übersetzerin Florence Michalon teilt sich ihren Schreibtisch mit ihrem neuen Untermieter Dragomir. Sie arbeitet an ihrer Schreibmaschine auf dem Tisch und Dragomir lebt und arbeitet, als Schuster darunter. Dragomir ist ein illegaler Einwanderer, der Gefallen an den Beinen seiner Mieterin gefunden hat. „Hat die tolle Beine… nicht eine von hundert Frauen hat solche Beine… Wenn sich weiche runde Knie berühren, dann ist das, als wären es Brüste…“

Auch Florence verfällt vor Liebeslust in eine Lebenskrise, was ihrer weltlichen Freundin Raymonde Pouce wahrhaftig Sorgen bereitet. Sie und der schmierige Verehrer von Florence, der Verleger Marc Thyl, finden die Situation bedenklich und versuchen die beiden zu trennen.Doch Dragomir und Florence nähern sich langsam und behutsam an, auf eine aufregend knisternde Art.

Zu dieser schon grotesken Begebenheit gesellt sich nun der Cousin von Dragomir,
Gritzka und zieht zu Dragomir unter den Tisch.
Florence hat jetzt zwei Untermieter, was sie sichtlich genießt.

Können Raymonde und Thyl es mittels einer Intrige schaffen, das gerade aufkeimende Glück doch noch zu zerstören?

 

Der Autor
Roland Topor, Sohn polnischer Emigranten, lebte und arbeitete als Autor, Maler, Regisseur und Bühnenausstatter in Paris. Seine gesammelte Arbeit ist stark von den Surrealisten beeinflusst. Das Bizarre, Groteske und Alptraumhafte wurde zu seinem Markenzeichen und machte ihn zum Meister der makabren Pointe.

Das Multitalent war ein hochbegabter und vielseitiger Künstler, der sich nie spezialisieren wollte. Er schrieb sowohl Drehbücher als auch Romane, sein bekanntester ist "Der Mieter", den Roman Polanski verfilmt hat. Er selbst schuf hinreißende Zeichentrick- und Animationsfilme, für die er u.a. in Cannes ausgezeichnet wurde. Als Schauspieler stand er auch vor der Kamera, so in Herzogs "Nosferatu" und Schlöndorffs "Eine Liebe von Swann". Er entwarf auch Film- und Theaterplakate (über viele Jahre für die Münchner Kammerspiele). Mit seinen international erfolgreichen Theaterstücken machte er sich insbesondere in Deutschland einen Namen als Dramatiker.

 

 

Inszenierung
Anne Eisenblätter
Adam Dechent

Florence Michalon - Rosemarie Ropers
Dragomir - Frank Vogt
Florence Pouce - Miriam Jeschke
Marc Thyl - Henry Kloskmeyer
Gritzka - Stefan Meyerdierks

Aufführungstermine
24. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
25. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
31. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
01. November 2008 um 20:00 Uhr